Maximale Hypothek
So gibt’s die höchstmögliche Hypothek

Wie hoch eine Hypothek maximal sein kann, gehört zu den zentralen Fragen bei der Immobilienfinanzierung. In der Praxis gelten klare Regeln – gleichzeitig gibt es aber auch Spielraum, der oft unterschätzt wird.

Maximale hypothek belehnung

Einschränkungen
Wie hoch kann eine Hypothek maximal sein?

Banken finanzieren selbstbewohnte Immobilien in der Regel bis zu 80% des Immobilienwertes – mindestens 20% Eigenkapital sind Pflicht. Wer weniger mitbringt, hat es schwer: Nur in Ausnahmefällen sind höhere Belehnungen möglich, etwa bei zusätzlichem Vermögen, sehr guter Bonität oder weiteren Sicherheiten.

Solche sogenannten sind jedoch selten und müssen gut überlegt sein. Was aber immer gilt: Kreditgeber kalkulieren unterschiedlich, weshalb auch die maximale Hypothek bei jedem Kreditgeber anders ist. Dieser Spielraum kann bewusst genutzt werden.

Aufteilung der Hypothek
Erste und zweite Hypothek

Damit man versteht, wie Kreditgeber die maximale Hypothek berechnen, muss man das «System der sogenannten ersten und zweiten Hypothek» verstehen. Die Hypothek wird nämlich meist in zwei Teile unterteilt:

Erste Hypothek
bis ca. 65% des Immobilienwertes 

Zweite Hypothek
von 65% bis 80% 

Da die zweite Hypothek für die Bank risikoreicher ist, muss sie innerhalb von 15 Jahren oder bis zur Pensionierung zurückbezahlt werden.

Eine höhere Hypothek bedeutet ein höheres Risiko für die Bank und somit meist höhere Zinsen für Sie als Kreditnehmer. Es gibt viele Möglichkeiten, sein persönliches Rating zu optimieren und so besser Hypothekarzinsen zu erhalten. 

Mehr dazu hier:
Erste und zweite Hypothek erklärt
Rating der Hypothek optimieren und bessere Zinsen erhalten

Flüssige Mittel
Minimales Eigenkapital

Für den Kauf einer selbstbewohnten Immobilie sind mindestens 20% erforderlich – davon müssen mindestens 10% aus stammen, also ohne Pensionskassengeld.

Zum Eigenkapital zählen:

  • Ersparnisse 
  • Wertschriften 
  • Schenkungen
  • Bauland, das bereits aus Eigenmitteln gekauft wurde
  • (Bezug oder Verpfändung) 
  • (mit Einschränkungen) 

Auch sogenannte Eigenleistungen (z. B. Renovationen, die man als Immobilienbesitzer eigenhändig an seiner Immobilie tätigt) können teilweise angerechnet werden. Eigenleistungen akzeptieren vor allem Banken (Pensionskassen und Versicherungen kaum), aber auch Banken sind in den letzten Jahren sehr restriktiv diesbezüglich geworden.

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Tragbarkeit
Wie viel Einkommen brauche ich?

Neben dem Eigenkapital ist die Tragbarkeit entscheidend.

Faustregel: Die kalkulatorischen Wohnkosten dürfen maximal ein Drittel des Bruttoeinkommens betragen.

Dabei rechnen Banken nicht mit aktuellen Zinsen, sondern mit:

  • kalkulatorischen Zinsen (4.5% bis 5.5%) 
  • Unterhaltskosten (0.7% bis 1% des Immobilienwertes)
  • Nebenkosten
  • Amortisation

Immer mehr Kreditgeber rechnen für die erste und die zweite Hypothek mit einem Einheitszinssatz. Vielfach liegt dieser bei 4.5% oder maximal 5%. In Bezug auf die Tragbarkeit ist dieser «Einheitszinssatz» für Immobilienkäufer vorteilhaft. Trotzdem gilt: Die Anforderungen sind streng und es braucht viel Kapital und Einkommen, um heute eine Immobilie zu kaufen.

Beispiel
Finanzierung einer Immobilie

Bei einem Kaufpreis von CHF 1'000'000 ergibt sich typischerweise:

  • Eigenkapital: CHF 200'000 
  • Hypothek: CHF 800'000 

Die kalkulatorischen Wohnkosten können schnell über CHF 55'000 pro Jahr liegen.

Das Einkommen muss drei Mal höher sein als die kalkulatorischen Kosten. Daraus ergibt sich somit ein benötigtes Einkommen von mehr als 160'000 Franken.

Visualisierung
Tragbarkeitsberechnung

Parameter anpassen
CHF
CHF
CHF
Jahre
Kalkulatorische Kosten
1. Hypothek CHF
% p.a.
CHF
2. Hypothek
über 65% des Liegenschaftwerts
CHF
% p.a.
CHF
Amortisation
der 2. Hypothek
CHF
Jahre
CHF
Unterhaltskosten
der Liegenschaft
CHF
% p.a.
CHF
Nebenkosten
der Liegenschaft
CHF
% p.a.
CHF
Total Wohnkosten CHF
Einkommen CHF
Tragbarkeit Wohnkosten / Einkommen %

Die machen schnell einen grösseren Teil der kalkulatorischen Wohnkosten aus. Wer mehr Eigenkapital hat, profitiert überproportional. Einerseits gehen die monatlichen Belastungen stark zurück, andererseits verbessert sich das Kreditrating. Dies hat wiederum bessere Zinsen zur Folge.

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Kurzfristige Hypotheken
SARON Marge0.75 %
Fest 1 Jahr0.91 %
Fest 2 Jahre0.99 %
Fest 3 Jahre1.01 %
Fest 4 Jahre1.06 %
Mittelfristige Hypotheken
Fest 5 Jahre1.11 %
Fest 6 Jahre1.17 %
Fest 7 Jahre1.16 %
Fest 8 Jahre1.21 %
Fest 9 Jahre1.27 %
Langfristige Hypotheken
Fest 10 Jahre1.32 %
Fest 11 Jahre1.36 %
Fest 12 Jahre1.40 %
Fest 13 Jahre1.65 %
Fest 14 Jahre1.68 %
Fest 15 Jahre1.71 %

Anleitung
Maximale Hypothek

Wer eine hohe Hypothek erhalten möchte, sollte seine Ausgangslage gezielt optimieren. Entscheidend sind Einkommen, Eigenkapital, Tragbarkeit und die Wahl des richtigen Kreditgebers. Vor allem Banken gehen bei der Belehnung bis ans Limit. Pensionskassen und Versicherungsgesellschaften sind meist deutlich strenger und bewerten Immobilien meist defensiver. Wer also das Maximum ausschöpfen möchte, ist bei einer Bank am richtigen Ort.

Die wichtigsten Tipps auf dem Weg zur maximalen Hypothek

  • Unterschiedliche Möglichkeiten

    Banken kalkulieren unterschiedlich (Unterhaltskosten, kalkulatorischer Zinssatz etc.). Eine bei einem Kreditgeber «unmögliche Finanzierung» ist bei einem anderen je nach Situation immer noch möglich. Tipp: Viele Banken anfragen.

  • Einkommen

    Alle Einkommensquellen aufzeigen. Bei reduziertem Pensum rechen gewisse Kreditgeber mit einem höheren Pensum, wenn dies geplant ist. Je nach Ausgangslage gibt es weitere Optimierungsmögilchkeiten.

  • Eigenkapital clever strukturieren

    Prüfen, welche Vermögenswerte wie eingesetzt oder als Sicherheiten verwendet werden können. Kreditgeber rechnen Vermögenswerten unterschiedlich zum Eigenkapital dazu.

  • Verpflichtungen reduzieren

    Wer weniger Schulden, keine Darlehen oder Leasings hat und auch sonst seine laufenden Ausgaben reduziert, hat ein besseres Rating und somit bessere Zinsen. Nicht alle Kreditgeber rechen laufende Verpflichtungen bei Tragbarkeit gleich ein.

  • Der mit Abstand wichtigste Tipp

    Mehrere Anbieter vergleichen – jeder rechnet anders. Erfassen Sie Ihre Situation unter app.stage.hypotheke.ch. In wenigen Minuten wird bei mehr als 30 Kreditgebern automatisch überprüft, ob eine Finanzierung möglich ist. 

Fazit

Mit guter Vorbereitung und dem richtigen Vergleich lässt sich die mögliche Hypothek oft deutlich erhöhen.

FAQ

Häufige Fragen
Antworten zur maximalen Belehnung

Eine Hypothek mit 100% Finanzierung ist grundsätzlich möglich, aber auf Ausnahmefälle beschränkt – etwa bei hohem Vermögen oder sehr guter Bonität. Für die meisten Käufer liegt die maximale Hypothek bei 80%, in einzelnen Fällen auch bei 90% des Immobilienwertes.

Nicht alle Kreditgeber akzeptieren alle Vermögenswerte als Eigenkapital. Es ist deshalb wichtig, dies bei einer knappen Finanzierung abzuklären.

  • Ersparnisse
  • Wertschriften
  • Lebensversicherungen 
  • Schenkungen
  • Säule 3a
  • Bereits gekauftes Bauland
  • Darlehen (je nach Formulieren / Bedingungen)
  • Pensionskasse (teilweise) 
  • Eigenleistungen (je nach Bank) 

Die Belehnung ist das Verhältnis zwischen Hypothek und Immobilienwert.

Beispiel
CHF 800'000 Hypothek
CHF 1 Mio. Immobilienwert
ergibt: 80% Belehnung

Wichtig zu wissen ist, dass der Belehnungswert nicht bei allen Kreditgebern identisch ist. Das hängt damit zusammen, dass sie die Immobilie unterschiedlich streng schätzen oder unterschiedliche Schätztools verwenden. Bei der Schätzung sind Differenzen von 10 Prozent schnell möglich. Es ist deshalb wichtig, möglichst viele Kreditgeber anzufragen.

Dabei können Hypotheken-Plattformen wie HYPOTHEKE.ch helfen: app.stage.hypotheke.ch 

Innerhalb von 15 Jahren oder bis zur Pensionierung muss die Hypothek bis auf eine Belehnung von 65 Prozent zurückbezahlt werden.

Je nach Ausgangslage können Kreditgeber auch eine schnellere Amortisation oder höhere Amortisationsbeträge verlangen. Wer kurz vor der Pensionierung steht, ist meistens gut beraten, die Hypothek auf maximal 65 Prozent des Immobilienwertes festzusetzen. Mehr dazu hier: Hypothek amortisieren und Pensionierung

Faustregel
max. 33% des Bruttoeinkommens

Jeder Kreditgeber rechnet unterschiedlich. Es kann sich deshalb lohnen, möglichst viele Angebote einzuholen. Rechnet ein Kreditgeber für die persönliche Ausgangslage vorteilhaft, ist eine höhere Hypothek möglich und / oder das Kreditrating verbessert sich. Das hat bessere Zinsen zur Folge.

Mehr hier: Bessere Zinsen durch Rating-Optimierung

Ob das möglich ist, hängt vom Einzelfall ab – entscheidend sind das Einkommen, das Alter und der Wert der Immobilie.

Nicht alle Kreditgeber gehen bei der Erhöhung einer bestehenden Hypothek bis ans Limit.

Nicht vergessen

Im Alter wird es deutlich schwieriger, die Hypothek wieder zu erhöhen. Für viele ist es deshalb ein guter Ratschlag, die Hypothek nicht zu stark zu amortisieren oder vorher einen klaren langfristigen Finanzplan zu erstellen. Mehr dazu auch hier: Hypothek und Pensionierung

Hohe Hypotheken im Alter sind selten möglich. Mit zunehmendem Alter sinkt das Einkommen durch den Renteneintritt – gleichzeitig steigen die Anforderungen der Kreditgeber.

Mehr dazu auch hier: Hypothek und Pensionierung

Sinkt der Immobilienwert, steigt die Belehnung automatisch – mit unangenehmen Folgen: Eine Nachfinanzierung kann nötig werden, und die verschlechtert sich spürbar.

In der Praxis müssen die Immobilienpreise während einer längeren Zeit spürbar sinken, damit Kreditgeber aktiv werden. Vielfach wird man mit Kreditgebern eine gute Lösung finden. Insbesondere während der Laufzeit einer Hypothek ist das Risiko gering, dass eine Nachfinanzierung bei fallenden Immobilienpreisen nötig ist. Dies auch deshalb, weil die Immobilienpreisen seit langen steigen und eine «Sicherheitsmarge» vorhanden ist. 

Die maximale Hypothek für Ihre Situation lässt sich am besten durch individuelle Berechnungen, den Vergleich mehrerer Anbieter und eine klare Finanzstrategie ermitteln – ergänzt durch geschickte Verhandlung und die Nutzung von Hypothekenplattformen.

machen die Suche nach der maximalen Hypothek effizienter. Wer seine Daten erfasst, sieht auf einen Blick, welche Kreditgeber bereit sind, eine Hypothek zu vergeben.

Hohe Hypothek
Unterschiede zwischen Kreditgebern

Ein oft unterschätzter Punkt: Jeder Kreditgeber rechnet anders.

Unterschiede gibt es zum Beispiel bei

  • Bewertung des Einkommens (brutto vs. netto) 
  • Anrechnung von Einkommen (Teilzeit, Selbständigkeit etc.)
  • Berücksichtigung von Boni 
  • Tragbarkeit (33% versus 35% oder sogar noch deutlich mehr) 
  • Bewertung der Immobilie
  • Berechnung der Unterhaltskosten
  • Anrechnung von Vermögen bei der Tragbarkeit

Es gibt noch unzählige weitere Parameter, die Kreditgeber unterschiedlich bewerten. HYPOTHEKE.ch wertet mehr als 250 Kriterien aus, um das bestmögliche Angebot zu ermöglichen.

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