SARON-Hypothek
Flexible Zinsen mit Sparpotenzial

Die SARON-Hypothek gehört heute zu den wichtigsten in der Schweiz. Im Gegensatz zur profitieren Sie bei der SARON-Hypothek direkt von den aktuellen Marktzinssätzen – mit Chancen auf tiefere Kosten. Sollten die steigen, zahlen Sie aber sofort auch höhere Hypothekarzinsen. 

Saron hypothek

Definition
SARON-Hypothek

Eine SARON-Hypothek basiert auf dem (Swiss Average Rate Overnight).
Das bedeutet:

  • Der Zinssatz passt sich laufend dem Markt an
  • Ausschlaggebend ist hauptsächlich der SNB-Leitzins
  • Es gibt keine langfristige Zinsfixierung
  • Die Zinskosten bei SARON-Hypotheken schwanken üblicherweise stark

Kurz gesagt: Flexibel, marktnah und oft günstiger – aber weniger planbar und deshalb riskanter als eine Festhypothek.

Berechnung
Effektiv fälliger Zins

Der effektive Hypothekarzins setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:

  1. dem durchschnittlichen SARON-Zinssatz über eine Periode
  2. einer fixen Marge des Kreditgebers (im Vertrag vereinbart)
Wichtig zu wissen
  • Die Marge bleibt während der Vertragsdauer konstant
  • Der Referenzzins verändert sich laufend
  • Die effektiven Zinskosten sind erst im Nachhinein bekannt

In der Praxis werden die Zinsen meist quartalsweise auf Basis eines rückblickenden Durchschnitts berechnet und belastet. Das unterscheidet die SARON-Hypothek klar von der Festhypothek, bei der die Kosten im Voraus feststehen.

Mehr zum SARON finden Sie hier
SARON-Rechner der SIX | Informationen der SIX zum SARON

Visualisierung
Funktionsweise der Berechnung

Wie hoch der Zins einer SARON-Hypothek effektiv ist, weiss man erst am Ende der Zinsperiode. Das liegt daran, dass der SARON täglich neu festgelegt wird und sich laufend verändert.

Darum werden die Zinsen nicht im Voraus bestimmt, sondern nachträglich berechnet.

Hinweis

Die Berechnung der SARON-Zinsen kann je nach Anbieter leicht variieren. Unterschiede gibt es vor allem beim Zeitraum, der für die Zinsperiode berücksichtigt wird. Die effektiven Zinsen stehen immer erst nachträglich fest, da der SARON täglich schwankt. Daher kann diese Grafik von Ihrem konkreten Vertrag abweichen.

Vergleich SARON-Hypothek

Vor- und Nachteile
Was Sie beachten müssen

Vorteile SARON-Hypothek

  • Potenziell tiefere Zinsen
    Hauptvorteil

    Über längere Zeit sind SARON-Hypotheken oft günstiger als Festhypotheken. Dies gilt besonders in Phasen mit tiefen oder fallenden Zinsen.

  • Höhere Flexibilität als bei Festhypotheken

    Sie profitieren direkt von sinkenden Zinsen. Keine langfristige Bindung an einen fixen Zinssatz.

  • Transparenter Referenzzins

    Der SARON basiert auf realen Transaktionen und ist öffentlich nachvollziehbar. Die Marge ist transparent. SARON-Hypotheken können deshalb gut werden.

Nachteile SARON-Hypothek

  • Zinsrisiko
    Hauptnachteil

    Steigen die Zinsen, steigen auch Ihre Kosten. Das geht oft sehr schnell und kann Ihr Budget stark belasten.

  • Weniger Planungssicherheit

    Im Gegensatz zur Festhypothek sind die zukünftigen Zinskosten nicht exakt kalkulierbar.

  • Eingeschränkte Flexibilität beim Ausstieg

    Ein vorzeitiger Ausstieg kann kompliziert und teuer sein oder nur eingeschränkt möglich sein.

  • Rahmenvertrag bindet trotzdem

    Auch bei SARON-Hypotheken gibt es meist eine feste Vertragsdauer (z.B. 3 oder 5 Jahre). Ein ist in dieser Zeit nur eingeschränkt möglich. Vereinzelt gibt es auch SARON-Hypotheken ohne Rahmenlaufzeit.

Video zur SARON-Hypothek

Fakten oder Bauch?

Wer eine SARON-Hypothek abschliesst, tut dies oft aus dem Bauch heraus – denn fundierte Informationen und Fakten sind kaum öffentlich zugänglich. Mit diesem Video möchten wir das ändern, damit Sie Ihre Entscheidung nicht nur auf Basis eines Bauchgefühls, sondern auf einer soliden Daten- und Faktengrundlage treffen können.

Youtube-Kanal: @HYPOTHEKE
Florian Schubiger
Gründer HYPOTHEKE.ch

Unterschätztes Detail
Rahmenvertrag bei SARON-Hypotheken

SARON-Hypotheken werden meist mit einem von 2 bis 5 Jahren abgeschlossen. Die ist während der Laufzeit fix, ein Anbieterwechsel ist kaum möglich, und bei vorzeitigem Ausstieg fällt – genau wie bei einer Festhypothek – eine an. Auch eine SARON-Hypothek ist damit nicht vollständig flexibel.

Gute Frage
Wechsel in eine Festhypothek?

Viele Anbieter erlauben zwar einen Wechsel in eine Festhypothek innerhalb der Rahmenlaufzeit. Das klingt attraktiv, hat aber einen Haken: In der Regel müssen Sie beim gleichen Anbieter bleiben, was echten Wettbewerb ausschliesst und meist zu deutlich schlechteren Konditionen führt als bei einem vollständigen Anbieterwechsel.

Ein Wechsel ist möglich – aber selten optimal und meistens teuer.

Wissen

Grundregeln beim Entscheid
SARON- oder Festhypothek?

SARON-Hypothek

Wenn Sie flexibel sind und auch mit grösseren Zinsschwankungen umgehen können, dann ist eine SARON-Hypothek eine Möglichkeit für Sie.

Festhypothek

Wenn Sie Sicherheit und planbare Kosten möchten sollten sie eine Festhypothek bevorzugen.

Entscheidender Punkt

Wenn eine kurzfristige Festhypothek günstiger ist als die SARON-Hypothek, ist oft die Festhypothek die bessere Wahl.

Eine antike bronzene Balkenwaage die in Balance steht. In der einen Waagschale ist ein kleines weisses Modell-Haus und in der anderen ein Stapel Münzen. Auf einem rustikalen Holztisch.
SARON- oder Festhypothek?

Die Grundlagen für Ihre Entscheidung auf einer Seite zusammengefasst.

Entscheiden Sie sich: Festhypothek oder SARON-Hypothek?

Zielgruppe
Für wen ist die SARON-Hypothek geeignet?

Die SARON-Hypothek ist ideal für risikobewusste Eigenheimbesitzer mit einem finanziellen Puffer, für Käufer mit kurzfristigem Planungshorizont sowie für alle, die kurz- und mittelfristig von fallenden Leitzinsen ausgehen. Das Wichtigste: Sie sollten Zinsschwankungen finanziell und emotional problemlos verkraften können.

Anbietervergleich lohnt sich

Die Unterschiede zwischen den Anbietern sind erheblich – sie betreffen die Margen, die Vertragsbedingungen und die jeweiligen Modelle bei der Zinsberechnung. Hier geht's direkt zum Hypotheken-Zinsvergleich.

Fazit
Flexibel, aber nicht ohne Risiko

Die SARON-Hypothek punktet mit langfristig oft tieferen Zinsen, hoher Marktnähe und Flexibilität durch kürzere Vertragsdauern. Dem gegenüber stehen jedoch deutlich grössere Zinsrisiken, weniger Planungssicherheit und eingeschränkte Wechselmöglichkeiten. Die richtige Wahl hängt von Ihrer Risikobereitschaft und Ihrer finanziellen Situation ab.

FAQ

Häufige Fragen
Antworten zur SARON-Hypothek

Über längere Zeiträume sind SARON-Hypotheken in vielen Fällen etwas günstiger als Festhypotheken, da kurzfristige Zinsen meist tiefer sind als langfristige. Es kommt aber stark darauf an, zu welchem Zeitpunkt, beziehungsweise in was für einer Zinsphase man die SARON-Hypothek abschliesst. Es kann deshalb nicht klar gesagt werden, welches Hypothekarmodell unter dem Strich günstiger ist.

Mehr dazu hier: Fest- oder SARON-Hypothek, was ist besser?

Der SARON wird täglich berechnet. Für Hypotheken wird jedoch meist ein Durchschnitt über eine Zinsperiode (zum Beispiel 1 oder 3 Monate) verwendet, weil die Zinsen ja nur beispielsweise quartalsweise verrechnet werden.

Die Zinsen werden in der Regel nachschüssig bezahlt – also am Ende einer Zinsperiode, oft quartalsweise. Verrechnet wird der SARON-Zinssatz zuzüglich der mit dem Kreditgeber vereinbarten Marge. 

Das grösste Risiko ist ein Anstieg der Hypothekarzinsen. Steigt der SARON, erhöhen sich auch Ihre Hypothekarzinsen und damit Ihre Kosten. Dies kann erfahrungsgemäss sehr schnell gehen. Eine durchschnittliche Phase steigender Zinsen dauert üblicherweise rund drei Jahre. Mehr als fünf Jahre dauert ein Zinsanstieg in der Regel nicht.

Eine SARON-Hypothek eignet sich für Personen:

  • mit finanziellen Reserven
  • mit höherer Risikobereitschaft
  • die bei allgemein fallenden Zinsen optimal von dem besseren Zinsumfeld profitieren möchten

Ein Rahmenvertrag legt die Laufzeit (meist 2–5 Jahre) und die Marge fest. Während dieser Zeit ist ein Anbieterwechsel nicht eingeschränkt möglich. Es gibt auch SARON-Hypotheken ohne Rahmenlaufzeit.

Ja, viele Anbieter ermöglichen einen Wechsel. Teilweise ist der Wechsel mit Kosten verbunden. Allerdings muss man meistens beim selben Anbieter bleiben, was den Wettbewerb einschränkt und die Zinsen je nach Anbieter deutlich erhöhen kann (schlechte Verhandlungsposition).

In der Praxis wird der SARON oft bei 0% begrenzt. Das bedeutet: Sie zahlen mindestens die Bankmarge und profitieren nicht von negativen Zinsen Leitzinsen. Das ist bei negativen Zinsen ein grosser Nachteil der SARON-Hypothek.

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